Blumenmedchen

Mein Alltag, die Welt und Ich
 

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Projekt ICH - Gute Vorsätze und Alltag

Das neue Jahr startet ruhig für mich. Ich habe die Silvestertage bei meiner Familie in der alten Heimat verbracht und hatte gründlich Zeit über dieses Projekt nachzudenken.

Dieses Projekt widmet sich ausschließlich einer einzigen Person: mir selbst. Denn hiermit möchte ich etwas für mich tun, fitter werden, mein Wunschgewicht erreichen, mit anderen klarkommen und vieles mehr.

Der momentane Hauptteil richtet sich auf die körperliche Fitness. Im Februar nehme ich an einem 48h Hallenbikemarathon teil. Bis dahin heißt es darauhin trainieren, in 60 Minuten so viel Strecke wie möglich, also so schnell wie möglich zu fahren. Die ersten zwei Trainingseinheiten klappten wie geplant im maximalen Abstand eines Tages (ein Tag Training, ein Tag nicht), doch schon jetzt fängt der Alltag mit seinen Problemen wieder an, mich einzulullen. Ich war die letzten zwei tage nicht trainieren, doch heute habe ich zwischendurch genug Zeit und auch keine wichtigen Aufgaben, sodass ich definitv trainieren werde, Dann folgt ein Wochenende zuhause, dort werde ich vielleicht ein oder zweimal joggen gehen (wenn ich nicht zu einem Eisblock gefriere sobald ich das Haus verlasse).

Ich werde hier weiter versuchen, den aktuellen Stand wiederzugeben. wir lesen uns.

21.1.16 08:33, kommentieren

Sehnsucht - Meine Nepalreise

Den November des letzten Jahres verbrachte ich am anderen Ende. Am Ende von Zivilisation, bekannter Kultur und  vor allem hinterm Ende meiner Erfahrung. Ich verbrachte einen Monat in Nepal. Jedoch nicht als Urlaub, auch nicht als Teil einer Weltreise. Ich reiste nach Nepal um mit einer Gruppe anderer Schüler zu helfen.

Was wohl der größte Unterschied zwischen einem Urlaub und einer Reise ausmacht, ist das Erleben. Wenn man in den Urlaub fährt, weiß man, was man tut, isst und erleben wird. Eine gute Reise führt dich ins Unbekannte. Du weißt wohin vielleicht auch wie lange du reist, doch was du tun wirst, was du essen wirst und wie sehr dich diese Reise prägen wird, das wirst du erst wissen wenn du zurückgekommen bist.

Für mich als Reiseanfänger, denn ja so etwas gibt es, war die ganze Reise ein einziges Abenteuer. Ich bin ein sehr landverbundener Mensch. Mein erster Flug war der Flug nach Kathmandu, Nepal über Dubai. Doch was für mich wohl den Großteil der Reise geprägt hat war die Abgeschnittenheit, denn ich reiste ohne Smartphone und Tablet, ohne Laptop und Brieftaube.

Nach einem eher gemütlich angelegten Reisestart in einem Touristenviertel Kathmandus, wohl eher als Urlaub zu bezeichnen, ging meine Reise richtig los. Mit einem großen Rucksack ging es mit einem Bus quer durch den Urwald an den Fuß des Berges, den zu erklimmen es noch gelten würde. Schon hier merkte ich den Unterschied zwischen einem Hotel in Kathmandu und einem irgendwo im Nirgendwo. Betten, bei denen man seinen Schlafsack heiligt, kaltes Wasser und Löcher in der Decke. Das ist ein Hotel am Ende der letzten Straße.

Der nächste Tag bringt vor allem eines: eines Anstieg über 800 Höhenmeter. Dieser musste zu Fuß, mit sämtlichstem Gepäck und über Treppenstufen bewältigt werden. Nach über 5 Stunden hatten wir es geschafft, das Dorf in dem wir helfen wollten war erreicht. Es folgte der nächste Schritt weg von allem was ich vorher kannte. Es warteten zwei Wochen in diesem Dorf auf mich. Diese waren geprägt von dreckigen Füßen, Steinen und Eintönigkeit. Wir schliefen jeweils zu zweit in Baumwollzelten, wuschen uns und unsere Sachen am Brunnen oder im Bach, liefen durchs halbe Dorf, um uns unter einen eiskalten Wasserstrahl zu stellen. Die Tage begannen für mich um sieben, eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Das Frühstück bestand immer aus Porridge oder Nudelsuppe, sowie frittiertem Brot oder Pfannkuchen. Dazu gab es Instantkaffee mit Instantmilch oder schwarzen Tee mit sehr viel Zucker. Nach dem Frühstück ging es mit ein paar Schritten auf die Baustelle. Während wir in den ersten Tagen noch ein wenig gruben, war der Großteil unserer Bauzeit davon geprägt auf dem Boden zu sitzen und mit einem Hammer Steine klein zu hauen. Diese wurden benötigt um das Fundament des Gebäudes möglichst erdbebenfest zu bauen. Unterbrochen wird diese Eintönigkeit von einer Instantsaftpause und der einstündigen Mittagspause. Gegen Ende unseres Aufenthaltes im  Dorf feierten wir gemeinsam mit den Kindern des Waisenheims, für die wir bauten, das nepalische Lichterfest Tihar. Am Ende standen Tränen, sowohl in den Augen der Kinder als auch in meinen. Nachdem die letzte Blumenkette umgehängt, das letzte Foto gemacht und das letzte Goodbye gesprochen war, ging es an den Abstieg. Diesmal war nicht der Abstieg das Problem, auch wenn ich mir dabei eine Bänderdehnung im Fuß zuzog, sondern die eigene Psyche. Nach den etwa zweieinhalb Stunden, die wir für den Abstieg gebraucht hatten, waren aber noch längst nicht am Ziel. Es wartete noch eine über sechsstündige Busfahrt auf uns, denn wir wollten nach Pokhara, der zweitgrößten Stadt Nepals. Dort angekommen freuten wir uns alle über richtige Betten und eine warme Dusche. Auch über Porzellangeschirr kann man sich freuen, wenn man die letzten zwei Wochen ausschließlich von und mit Blech gegessen hatte. In Pokhara feierten wir den Geburtstag einer Mitschülerin, gingen im wunderbar warmen und türkisen See schwimmen und reizten das gesamte Touristenprogramm aus.

Nach ein paar Tagen Urlaub begann, zumindest für einen Teil der Gruppe die nächste Etappe der Reise, ein fünftägiger Trekkingtrip. Nach dem halbtägigen Aufstieg blieben wir zwei Nächte im Ort Dhampus. Während des ganzen Tages, den wir dort verbrachten, wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, dem Australian Camp nahe Dhampus. Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von dem Teil der Gruppe der den Trek aus unterschiedlichen Gründen nicht mitmachen wird. Der Rest von uns macht sich auf den Weg zum Tagesziel Landruk. Dort gehe ich nach einer kurzen Beschau der Schlafstätte, zwei Pritschen und ein Tisch, kalt duschen. Am Abend widmen wir uns einer neu entdeckten Leidenschaft, dem Spielen eines nepalischen Kartenspiels und dem Trinken von typisch nepalischem selbstgebranntem Hirseschnaps, Roxy genannt. Ob dies rein aus der Gelegenheit heraus oder aber zur Verdrängung des nächsten Tages geschieht, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Der folgende Tag wartet mit viel Anstrengung auf. Um unser Ziel zu erreichen müssen wir erst den Weg bis in Tal gehen, um dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder aufzusteigen. Der Weg abwärts klappt unbeschwert und dank musikalischer Unterstützung fast mühelos, doch der Aufstieg hat es in sich, während mein Kopf den letzten Abend unbeschadet hat, zeigen meine Beine ihren Protest gegen die Anstrengung sehr deutlich. Auf halber Strecke rettet ein gemopster Bambusstab mich. Manchmal ist Physik doch etwas Tolles. Am Nachmittag erreichen wir schließlich unser Ziel, ein Guesthouse im beschaulichen Ort Gandruk. Es ist ein super Gefühl auf der Terrasse zu stehen und zu sehen, welche Strecke man heute bewältigt hat. Dass wir „nur“ die vereinfachte Tour mit halben Tagesstrecken laufen, kann man da schon mal super verdrängen und ich bin sehr stolz auf mich. Am Abend tafeln wir richtig auf: es gibt Pizza, Mo:Mos und Frühlingsrollen, eine schöne Abwechslung, wenn auch gewohnt fettig. Der nächste Tag wird der ungeplante Höhepunkt unseres Treks. Auf dem Weg kommen wir an einem Wasserfall vorbei und beschließen, so wie wir sind, baden zu gehen. Wasser, das aus über 30 Metern Höhe auf einen niederprasselt ist sehr kalt und sehr hart, aber es ist super, einfach spontan mal etwas so Einzigartiges zu tun. Nach einer mehrstündigen Busfahrt erreichen wir dann wieder Pokhara, wo wir wieder auf die anderen treffen.

Wir verbringen noch einen Tag in Pokhara, bevor wir für unsere letzten Tage nach Kathmandu zurückfahren. Diesmal sind wir jedoch in einem anderen Hotel direkt an der Buddha Stupa in der Innenstadt Kathmandus. Unseren letzten Tag in Nepal verbringen wir bei einer Fotoralley durch die Stadt, bei der wir den Asanbazaar, Pashupatinath und den Affentempel besichtigen. Am Ende der Tour treffen wir uns um ein letztes Mal mit unserem Guide zu essen. Danach gehen wir noch in die Buddha-Bar (Geheimtipp, wirklich wirklich gemütliche Dancebar) um unseren letzten Abend gebührend zu begießen. Auf dem Heimweg rutsche ich auf einer nassen Stufe aus und prelle mir den Knöchel, eine genaue Diagnose kann ich nicht ziehen, da ich erst über zwei Wochen später einen Arzt aufsuchen kann. Am nächsten Morgen geht es zum Flughafen, wo diese Reise endet und eine neue beginnt, doch die nächste Reise verdient ebenso wie diese einen eigenen Bericht.

Nun, es ist ja jetzt schon ein Weilchen her, das ich diese Reise gemacht habe, doch ich habe erst jetzt durch einen Film einer anderen Reisegruppe einen Zugang zu meinen Erinnerungen gefunden, der es mir ermöglicht hat, das hier zu schreiben. Erst wenn man durch ein paar Sekunden eine ungeahnte Sehnsucht erfährt, erst dann weiß man weiß einen wirklich geprägt hat und ob es eine Reise war oder doch nur ein abenteuerlicher Urlaub.

Für mich war mein Aufenthalt in Nepal definitiv eine Reise und zwar eine, die mich mein Leben lang begleiten wird.

21.1.16 08:18, kommentieren

Donnerstag, 24.12.2015

Frohe Weihnachten!
Weil ich ja dieses Jahr nicht genug beschert werde (*hust* 3mal *hust*), dachte ich mir, ich schenk mir einen Blog.Um meine Gedanken, meine Reisen und den ganzen Rest zu teilen.

Ich hoffe ich schaffe es halbwegs regelmäßig, hier etwas zu schreiben.

Für den Anfang warten:
Reiseberichte aus der Schweiz, von Spiekeroog, aus Nepal und aus Indien.
Das Projekt I.C.H.
Und vieles mehr.

24.12.15 21:27, kommentieren